Sind Sie fit für das Auslandsgeschäft?

Damit Ihre internationalen Geschäfte ein voller Erfolg werden, sollten Sie einige wichtige Regeln beachten.

1. Identität prüfen

Bevor Sie internationale Geschäftsbeziehungen eingehen, sollten Sie die Identität Ihres Geschäftspartners überprüfen. Nur eine eindeutige Identifikation der Firma schützt Sie vor Betrugsversuchen und bildet die Grundlage für rechtssichere Verträge. Neben Wirtschaftsauskünften und Bonitätsbewertungen von Unternehmen besteht auch die Möglichkeit einer Auftragsrecherche im Land des jeweiligen Geschäftspartners. Diese umfasst  Lieferantenrückfragen, Selbstauskünfte, Platzrecherchen und das interne Inkassowesen.

2. Bonität und Zahlungsfähigkeit prüfen

Nicht jeder Kunde bringt Gewinn. Vor allem dann, wenn er nicht zahlt. Unternehmen sollten daher für die optimale Unterstützung ihres täglichen Geschäfts die Zahlungsfähigkeit und Bonität ihrer Kunden von Anfang an prüfen. So profitieren Sie von einem Informationsvorsprung und haben maximale Sicherheit bei Ihren Entscheidungen.

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Tama66 – http://www.pixabay.com

 

3. Monitoring

Im Ausland kann sich die Geschäftssituation und damit die Bonität eines Unternehmens schnell ändern, ohne dass Sie, als Geschäftspartner in Deutschland, es zeitnah bemerken. Umso wichtiger ist es, dauerhaft über die finanzielle Situation Ihrer Geschäftspartner im Bilde zu sein. Monitoring-Lösungen informieren Sie über bonitätsrelevante Veränderungen und ermöglichen es Ihnen, frühzeitig zu reagieren.

4. Verträge sicher gestalten

Die Basis aller Geschäfte ist die Vereinbarung rechtssicherer Verträge. Zu beachten sind dabei die jeweils im Land gängigen Handelsgepflogenheiten und das Rechtssystem. Zahlungsziele sollten im Vorfeld schriftlich vereinbart und der Eigentumsvorbehalt, soweit möglich, gesichert werden. Auch die wirksame Vereinbarung eines Gerichtsstands ist notwendig.

5. Rechnungsstellung

Rechnungen sollten im Außenhandel immer zeitnah gestellt werden. Rechnungspositionen müssen verständlich und übersichtlich aufgelistet und Erklärungen gegebenenfalls in Landessprache verfasst werden. Berechtigte Einwände müssen kurzfristig geklärt und die Rechnung falls notwendig korrigiert werden.

6. Richtiges Mahnen

Wenn Rechnungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele nicht beglichen werden, muss das deutsche Unternehmen rasch und konsequent mahnen. Ist es ein ausländischer Geschäftspartner, der nicht zahlt, sind die Möglichkeiten jedoch meistens schnell ausgeschöpft. Erfolgversprechend ist eine frühzeitige Übergabe an ein Inkassounternehmen, das mit Experten vor Ort zusammenarbeitet, die mit der Landessprache, Geschäftskultur und mit dem Rechtssystem vertraut sind. Diese sollten eng mit dem Schuldner, den Behörden, Gerichten, Insolvenzverwaltern und Rechtsanwälten zusammenarbeiten. Spätestens nach der zweiten Mahnung sollte ein Lieferstopp erfolgen.

7. Gerichtliche Forderungsdurchsetzung

Im Falle einer gerichtlichen Beitreibung müssen die rechtlichen Möglichkeiten und Voraussetzungen zur Durchsetzung der Forderungen geprüft werden. Zu beachten ist auch die Höhe der anfallenden Kosten. Bevor das gerichtliche Inkasso eingeleitet wird, muss geprüft werden, ob sich ein solches Vorgehen für den Gläubiger lohnt, d.h. wie es um die wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners bestellt ist.

Bildquelle: Tama66 – http://www.pixabay.com

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